Laut The Verge hat Pennsylvania-Gouverneur Josh Shapiro den Artificial Intelligence Deceptive Advertising Act unterzeichnet. Das Gesetz verlangt, dass jede Werbung – ob Standbild, Video, Audio oder Text –, die „erheblich verändert oder durch künstliche Intelligenz erzeugt“ wurde, einen Hinweis im selben Format wie die Werbung selbst trägt. Die Pflicht gilt unabhängig davon, wo die Werbung erstellt wurde. Nach Angaben der Quelle kann also auch in anderen Bundesstaaten gezeigte Werbung betroffen sein, wenn sie in Pennsylvania ausgestrahlt werden soll.
Viele offene Fragen
Der Artikel weist auf erhebliche Auslegungsspielräume hin. Was als „erheblich verändert“ gilt, sei subjektiv. Ausgenommen sind laut Quelle „Parodie, Satire, Kommentar oder Kritik“ sowie Inhalte, die „offensichtlich fiktiv“ sind; was das genau bedeutet, bleibt unklar. Eine Kennzeichnungspflicht scheint nach dem Wortlaut nur dann zu greifen, wenn synthetische Inhalte eine „falsche Verbraucherwahrnehmung“ über ein Produkt oder eine Dienstleistung erzeugen. Wer darüber entscheidet, was „falsch“ ist, lässt das Gesetz laut The Verge offen. Pennsylvania gehört nach Angaben der Quelle zu den ersten Staaten mit Offenlegungspflichten für KI-Inhalte.
Was das für Unternehmen bedeuten kann
Wer KI-gestützte Werbemittel auch in den USA einsetzt, sollte prüfen, ob eigene Kreationen in Pennsylvania ausgespielt werden und unter die Definition fallen könnten. Ob und wie sich die Auslegung in der Praxis konkretisiert, ist derzeit nicht absehbar.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




