Die EU-Kommission hat laut Quellenangabe EU-Kommission — Digitalpolitik die Fundstelle der ersten harmonisierten Norm zur Unterstützung der Umsetzung des AI Act im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Norm EN 18286:2026 „Artificial intelligence – Quality management system for EU AI Act regulatory purposes“ wurde von CEN und CENELEC entwickelt und erschien über den Durchführungsbeschluss (EU) 2026/2274.
Was die Norm regelt
Nach den Angaben der Kommission bietet EN 18286 Anbietern von Hochrisiko-KI-Systemen einen klaren rechtlichen Weg, die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem nach Artikel 17 des AI Act zu erfüllen. Wer die Norm umsetzt, profitiert demnach von einer Konformitätsvermutung für die von der Norm abgedeckten Anforderungen des Artikels 17.
Einordnung
Laut Kommission ist EN 18286 auf den Lebenszyklus des KI-Systems ausgerichtet und soll auf bestehende Standards wie ISO/IEC 42001, ISO 9001 oder sektorale Systeme wie ISO 13485 aufgesetzt werden, statt sie zu ersetzen. Für Unternehmen, die noch keine ISO/IEC 42001 haben, kann die Norm laut Kommission genutzt werden, um ein bestehendes QMS zu erweitern oder ein neues aufzubauen. Ob und wie sich das für ein konkretes Unternehmen auszahlt, hängt davon ab, ob seine Systeme tatsächlich als Hochrisiko-KI einzustufen sind – das ist im Einzelfall zu prüfen. Die Kommission kündigt weitere harmonisierte Normen an.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




