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DeepSeek bei allen US-Bundesbehörden verboten – Verbot auch für Drittprodukte

Das US-Heimatschutzministerium untersagt zivilen Bundesbehörden die Nutzung von DeepSeek-Produkten und fordert deren Entfernung. Unklar bleibt, welche Drittprodukte betroffen sind.

DeepSeek bei allen US-Bundesbehörden verboten – Verbot auch für Drittprodukte

Das US-Ministerium für Heimatschutz (DHS) hat laut The Register am Montag, dem 19. Oktober 2026, eine Anordnung erlassen, nach der zivile Bundesbehörden keine Technologieprodukte des chinesischen KI-Labors DeepSeek nutzen dürfen und bestehende Implementierungen entfernen müssen. Du solltest dabei beachten, dass The Register die Anordnung als Dokument im PDF-Format verlinkt; die Formulierungen stammen aus diesem Text.

Was genau verboten ist

Die Anordnung untersagt die Nutzung von "all DeepSeek and DeepSeek-affiliate products, and third-party products and services developed using DeepSeek implementations". Gerade der zweite Teil ist nach Darstellung von The Register unscharf: Es sei nicht klar, welche Drittprodukte mit DeepSeek entwickelt wurden, und auch nicht, ob "developed using" den laufenden API-Zugriff auf DeepSeek-Modelle meint oder jede App, die mit Hilfe von DeepSeek programmiert wurde.

Offene Fragen bei KI-Gateways

Die Quelle weist auf ein weiteres Problem hin: Dienste wie OpenRouter und Vercel AI Gateway stellen DeepSeek-Modelle über Schnittstellen bereit. OpenRouter leitet Anfragen laut eigener Beschreibung "to the best available providers" weiter, Vercel AI Gateway tue dies standardmäßig ebenfalls. Behörden könnten DeepSeek-Modelle daher unbeabsichtigt nutzen, sofern sie ihre KI-Anbieter nicht eingeschränkt haben. Ein DHS-Sprecher war laut The Register für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Hintergrund

US-Behörden erwägen ein Verbot laut The Register seit der Veröffentlichung von DeepSeek-R1 Anfang 2025. Im Februar 2025 brachten die Abgeordneten Darin LaHood (R-IL) und Josh Gottheimer (D-NJ) den "No DeepSeek on Government Devices Act" ein; er schaffte es laut The Register nicht über den Ausschuss hinaus. Andere Stellen handelten bereits: Das Verteidigungsinformationssystem DISA blockierte DeepSeek nach Angaben der Quelle ab Januar 2025 in den Netzen des Pentagons, ähnliche Schritte unternahmen die US-Marine, die NASA, das Repräsentantenhaus und verschiedene US-Bundesstaaten.

Sicherheitsbedenken

Nach Berichten über die iOS-App von DeepSeek kurz nach dem Start von R-IL und einem Bericht vom Dezember 2025 zur Android- und iOS-App nennt The Register unter anderem Klartext-Datenlecks und Verbindungen zu Servern chinesischer Technikfirmen. Die Quelle merkt an, dass dies vor allem typische Probleme mobiler Apps seien. Laut Katie Moussouris, Gründerin und CEO von Luta Security, sei ein Verbot von DeepSeeks eigener App und API "workable", die Formulierung zu Drittprodukten gehe jedoch zu weit, da nicht überprüfbar sei, was "developed using" bedeute.

Einordnung

Laut The Register könnte der Zeitpunkt der Anordnung US-KI-Unternehmen zugutekommen, die auf einen baldigen Börsengang hoffen, da Open-Weight-Modelle aus China laut Quelle bei Leistung und Kosten besonders beliebt seien. Für Organisationen in Deutschland ist das Verbot kein direkter Eingriff, kann aber relevant werden, wenn Dienste oder Zulieferer US-Behörden beliefern und Modelle über Gateways beziehen. Ob und wie sich dies auf Beschaffungsregeln auswirkt, ist aus den vorliegenden Quellen nicht ableitbar.

Quellen

Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.

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