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Waymo baut eigenen KI-Chip für Robotaxis – weniger abhängig von Nvidia

Alphabets Robotaxi-Tochter entwickelt einen eigenen Prozessor für ihre autonomen Fahrzeuge und reduziert damit die Abhängigkeit von Nvidia und AMD. Der Chip ist bereits im Einsatz.

Über 1.000 TOPS Rechenleistung

Waymo baut eigenen KI-Chip für Robotaxis – weniger abhängig von Nvidia

Waymo reduziert seine Abhängigkeit von Nvidia. Alphabets Robotaxi-Tochter hat einen eigenen KI-Chip entwickelt, der bereits in der neuesten Fahrzeuggeneration verbaut ist – berichtet Bloomberg. Der Schritt zeigt, wie etablierte Tech-Unternehmen ihre Hardware-Lieferketten selbst kontrollieren wollen, statt sich auf externe Chipdesigner zu verlassen.

Kurz & knapp

  • Waymo hat einen eigenen Chip für autonome Fahrzeuge entwickelt und setzt ihn bereits in Produktion ein
  • Der Prozessor erreicht über 1.000 TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) – auf Augenhöhe mit Nvidias aktuellen Systemen für autonomes Fahren
  • Gefertigt wird der Chip bei TSMC im 5-Nanometer-Verfahren
  • Verbaut wird er im neuen Robotaxi, das Waymo zusammen mit dem chinesischen Hersteller Zeekr entwickelt

Hardware-Unabhängigkeit als Strategie

Bisher verließ sich Waymo auf Chips von Nvidia und AMD. Mit dem eigenen Prozessor reduziert das Unternehmen diese Abhängigkeit erheblich. Das ist ein klassischer Schritt der vertikalen Integration: Wer seine Lieferketten selbst kontrolliert, spart Kosten und gewinnt Flexibilität. Für Waymo bedeutet das konkret, dass es Sensordaten schneller verarbeiten kann und die KI-Modelle effizienter laufen, die den Robotaxis helfen, ihre Umgebung zu verstehen und darauf zu reagieren.

Die Leistung des Chips liegt laut Waymo auf dem Niveau von Nvidias aktuellen Lösungen – ein wichtiges Signal, dass der Chip produktionsreif ist und keine Kompromisse bei der Rechenleistung bedeutet.

Kosten und Fertigung

Der Schritt soll vor allem eines: Kosten senken. Bei der Massenfertigung von Robotaxis ist jeder eingesparte Dollar relevant. Dass Waymo den Chip bei TSMC im 5-Nanometer-Verfahren fertigen lässt, ist keine Überraschung – TSMC ist der weltweit führende Auftragsfertigungsbetrieb und produziert auch für Apple, Nvidia und andere Top-Tier-Unternehmen.

Die Partnerschaft mit Zeekr, einem chinesischen Autohersteller, zeigt auch, dass Waymo seine Robotaxi-Strategie globaler ausrichtet. Der gemeinsam entwickelte Wagen wird mit Waymos eigenem Chip ausgestattet – eine enge technische und wirtschaftliche Verflechtung.

Was das bedeutet

Dieser Schritt ist ein Indikator für einen größeren Trend: Große Mobilitäts- und Tech-Unternehmen bauen ihre eigenen Chips, statt sich von Chipherstellern abhängig zu machen. Das erhöht den Druck auf Nvidia, seine Marktposition zu verteidigen – nicht durch Monopol, sondern durch kontinuierliche Innovation.

Für deutsche Unternehmen in der Automobilindustrie könnte das ein Weckruf sein. Wer autonome Fahrzeuge entwickelt, muss sich fragen: Baue ich meine Hardware selbst, oder verlasse ich mich auf externe Partner? Waymo hat sich für den ersten Weg entschieden. Das erfordert Investitionen in Chip-Design und enge Zusammenarbeit mit Fertigungspartnern wie TSMC – aber es schafft auch Unabhängigkeit und Wettbewerbsvorteil. Deutsche Hersteller, die in diesem Bereich konkurrieren wollen, müssen ähnliche Entscheidungen treffen.

Quellen

Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.

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