Was die Analyse zeigt
Laut einer Analyse von David Konitzny, GEO-Researcher beim Berliner Start-up Peec AI, fließen Inhalte von OpenAIs Lizenzpartnern offenbar über eine eigene Pipeline in ChatGPT. Von drei konfigurierten News-Engines befüllte nur eine, "labrador", ein Feld namens "provider". Darüber identifizierte Konitzny 12 Anbieter mit 43 Domains, darunter Condé Nast, Hearst, Axel Springer, News Corp, Reuters und AP. Neben Nachrichten gelangen so auch Rezepte, Testberichte und Kaufberatungen etwa von Allrecipes, Tom's Guide und Welt in den Chatbot.
Vorab generiert statt live abgerufen
Partnerseiten ruft ChatGPT nach Konitzny nicht live ab, sondern erhält sie als vorab generierte Zusammenfassung. Reguläre Webseiten kommen dagegen als Textausschnitte an. Im Prompt stehen die Partnereinträge laut Analyse vor allen Web-Ergebnissen.
Bevorzugung bei Bestenlisten
Bei Bestenlisten nennen die Zusammenfassungen laut 1.000 ausgewerteten Fällen 70 Prozent der Einträge auf den Rängen 1 bis 3, aber nur 23 Prozent auf den Rängen 7 bis 10.
Einordnung
OpenAI hatte Partnern 2024 eine prominentere Darstellung in ChatGPT in Aussicht gestellt. Eine Hamburger Studie fand Springer-Medien im Webinterface später deutlich häufiger als über die API. Die Quelle hält außerdem fest, dass auch Partner nicht immer korrekt zitiert werden. Für Unternehmen, die Sichtbarkeit in KI-Antworten anstreben, könnte relevant sein, dass Lizenzbeziehungen die Platzierung beeinflussen können; ob das über den Einzelfall hinaus gilt, geht aus den vorliegenden Belegen nicht hervor.
Quelle: The Decoder (DE), Analyse auf Basis von David Konitzny / LinkedIn.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




