Seit August 2026 schreibt Artikel 50 des EU AI Act strengere Transparenz- und Aufklärungspflichten beim Einsatz künstlicher Intelligenz vor. Das berichtet Netz Trends in einem Ratgeber vom 21. Oktober 2026. Betroffen sind laut dem Bericht unter anderem Unternehmen, die Chatbots, Sprachassistenten oder automatisierte Texte einsetzen.
Was jetzt gilt
Laut dem Bericht betreffen zwei Pflichten besonders den Handel. Systeme, die mit natürlichen Personen interagieren, etwa Support-Chatbots im E-Commerce, müssen so gestaltet sein, dass Nutzer erkennen, dass sie mit einer KI sprechen, es sei denn, das ist aus den Umständen offensichtlich. Zudem müssen KI-generierte Texte, Bilder, Audios und Videos in einem maschinenlesbaren Format gekennzeichnet werden, sofern sie der öffentlichen Information dienen.
Für Unternehmen bedeutet das laut Netz Trends auch interne Pflichten: Mitarbeiter sollen im Umgang mit KI geschult werden (AI Literacy), und der Einsatz soll intern dokumentiert werden.
Neue Standards und Aufsicht
Netz Trends verweist auf die harmonisierte Norm EN 18286:2026, die laut Bericht festlegt, wie Risikomanagement, Datenqualität und Nachvollziehbarkeit von KI-Systemen dokumentiert werden sollen. Die Bundesnetzagentur übernimmt in Deutschland die Marktüberwachung und baut ihre Kontrollkapazitäten laut dem Artikel aus.
Strafen
Netz Trends nennt Geldbußen von bis zu 15 Millionen Euro oder bis zu 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist, bei Verstößen gegen Transparenz- und Governance-Pflichten.
Einordnung
Wer Chatbots oder KI-Texte im Online-Shop nutzt, könnte prüfen, wo solche Systeme laufen und ob Hinweise fehlen. Der Artikel beschreibt eine KI-Inventur als ersten Schritt. Offen bleibt aus den vorliegenden Quellen, wie die Bundesnetzagentur die Pflichten im Einzelfall auslegt.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




