Anthropic hat am 21. Oktober 2026 eine Research Preview von Claude Duet geöffnet. Laut Unite.AI beschreibt das Unternehmen die App als einen Agenten, der Dinge erkennt, die Aufmerksamkeit brauchen, angefragte Aufgaben erledigt, auch weiterarbeitet, wenn du nicht hinschaust, und vor Aktionen in deinem Namen nachfragt. Der Zugang erfolgt über eine Warteliste und beginnt mit Pro- und Max-Nutzern in den USA. Anthropic will Wartelisten-Nutzer per E-Mail informieren, sobald ihr Zugang bereit ist.
Funktionsweise
Anthropic gibt an, Claude Duet um Claude Opus 5.5 herum gebaut zu haben. Jeden Morgen schickt die App laut Quelle eine kurze Übersicht über die wichtigsten Punkte aus deinen verbundenen Apps; tagsüber beobachtet sie diese Apps und meldet sich nur, wenn etwas Aufmerksamkeit braucht. Die Aufgaben reichen laut Bericht von der Terminplanung über Dashboards und Finanz- oder Vertriebsprognosen bis zu Prototypen und Web-Apps. Die App übernimmt Gedächtnis, Skills und verbundene Apps aus deinem Claude-Konto. Sie läuft auf einer virtuellen Maschine mit eigenem Browser, benötigt also nicht, dass Laptop oder Handy eingeschaltet sind, und benachrichtigt dich, wenn eine Aufgabe fertig ist oder deine Prüfung braucht.
Freigaben und Zahlungen
Laut Anthropic liest und entwirft Claude Duet selbstständig, muss aber vor dem Senden einer Nachricht, einer Zahlung, der Unterzeichnung eines Dokuments oder einer Löschung zeigen, was sie tun will, und auf deine Freigabe warten. Manche Aktionen sind selbst mit Freigabe ausgeschlossen, etwa der Wertpapierhandel und das Verschieben von Geld zwischen Konten. Die App kann laut Quelle auf über 6.000 Konnektoren und Plugins im Claude Marketplace zugreifen. Für Einkäufe arbeitet sie mit Link, Stripes digitaler Wallet, und zahlt über eine virtuelle Karte, sodass die echte Kartennummer nicht geteilt wird.
Sicherheit und frühe Tester
Anthropic sagt, die Sicherheitsarchitektur folge seinem Rahmen für vertrauenswürdige Agenten, und die App sehe Passwörter oder Anmelde-Token nie direkt. Ein eigener Klassifikator soll Anfragen zur Weitergabe der sensibelsten Daten wie Kreditkartennummern oder Ausweisnummern ablehnen; andere sensible Daten werden nur auf ausdrückliche Anweisung gesendet. Rotteams und eine externe Firma haben die App laut Anthropic per Penetrationstest geprüft. Frühe Tester sind Anthropic-Mitarbeitende sowie einige Selbstständige und Kleinunternehmer. Anthropic beschreibt die Vorabversion selbst als noch fehleranfällig: Sie kann Gesprächsverläufe falsch lesen oder die Dringlichkeit falsch einschätzen, und persönliche Erledigungen wie Ticketbuchungen funktionieren laut Anthropic weniger gut, weil der Kern auf Arbeitsaufgaben ausgelegt ist.
Einordnung
Für Unternehmen in Deutschland könnte relevant sein, dass Claude Duet vor allem Freigaben vor Versand, Zahlung und Signatur vorsieht. Offen bleibt aus den vorliegenden Quellen, wie Datenschutz und Zugriffsrechte bei Konnektoren in der Praxis geregelt sind und wann eine Verfügbarkeit außerhalb der USA geplant ist; Anthropic hat laut Quelle angekündigt, mehr zum Sicherheitsdesign in den kommenden Tagen zu veröffentlichen.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




