Die neue Regel
Anthropic hat seinem KI-Programmierwerkzeug Claude Code neue Vorgaben gemacht. Laut Martin Cid Magazine lehnt das Werkzeug Anfragen ab, ein bestehendes, konkretes Videospiel nachzubauen – auch dann, wenn es umbenannt oder als Original bezeichnet wird. Erlaubt bleiben laut den zitierten Passagen Originalspiele, Spiele aus bestehenden Genres sowie Spiele aus eigenen Entwürfen und Assets.
Wie sie entstanden ist
Die Regel wurde laut Berichten von einem X-Nutzer in den internen Anweisungen von Claude Code entdeckt. Anthropic hat sie nach den vorliegenden Angaben nicht öffentlich angekündigt. Ein Sprecher verwies auf einen Beitrag von Addy Osmani aus dem technischen Team des Unternehmens, der die Zeile mit der Vermeidung von IP-Verletzungen begründet.
Kritik und offene Fragen
Laut Golem sagen Entwickler, dass die Regel auch legitime Projekte trifft. Unklar bleibt nach den Quellen, wie das Werkzeug erkennen kann, ob ein Nutzer eine Spielidee oder Assets tatsächlich besitzt. Osmanis Aussage bezieht sich laut Quelle auf Claude Code mit Opus 5.5; ob andere Modelle oder der normale Claude-Chat dieselbe Regel haben, hat Anthropic nach den vorliegenden Passagen nicht gesagt.
Einordnung
Für kleine Studios könnte die Regel den Standard verändern, nicht die Gesamtlage: Wer mit Anthropics Werkzeug ein Spiel kopieren will, braucht laut Quelle nun einen bewussten Umweg. Ob sich das praktisch auswirkt, hängt davon ab, wie andere Anbieter vorgehen – das ist offen.
Quellen
Redaktionell verantwortet von Ideal Syka. Quellen und Arbeitsweise: Redaktion & Methode. Hinweise und Korrekturen: ai@i6eal.de.




