[{"data":1,"prerenderedAt":30},["ShallowReactive",2],{"nr-de-us-justizministerium-fair-use-ki-training":3},{"slug":4,"title":5,"dek":6,"date":7,"time":8,"publishedAt":9,"updated":10,"updatedAt":10,"dateFmt":11,"updatedFmt":10,"kind":12,"tier":13,"author":14,"authorName":15,"topics":16,"tracker":22,"trackerLabel":23,"headlineStat":24,"image":25,"ogImage":26,"imageAlt":5,"csv":10,"minutes":27,"words":28,"html":29},"us-justizministerium-fair-use-ki-training","US-Justizministerium stellt sich hinter OpenAI: Fair Use für KI-Training","In der Klage der New York Times gegen OpenAI argumentiert das US-Justizministerium, dass das Training von KI-Modellen auf urheberrechtlich geschütztem Material unter Fair Use fällt. Ein klares Signal der Trump-Administration – und ein Widerspruch zur eigenen Copyright Office.","2026-09-03","03:39","2026-09-03T03:39:00+02:00","","3. September 2026","news","standard","ideal-syka","Ideal Syka",[17,18,19,20,21],"Urheberrecht","KI-Regulierung","Fair Use","OpenAI","Trump-Administration","\u002Feu-digitalrecht-ticker","Digitalrecht & KI-Regulierung","US-Justizministerium argumentiert: KI-Training auf urheberrechtlich geschütztem Material ist Fair Use","\u002Fnewsroom\u002Fimg\u002Fus-justizministerium-fair-use-ki-training.webp","\u002Fog-nr\u002Fus-justizministerium-fair-use-ki-training.de.png",2,495,"\u003Cp>Das US-Justizministerium hat sich in der Sammelklage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft klar auf die Seite der KI-Unternehmen gestellt. In einer Gerichtseinreichung argumentiert die DOJ, dass das Training großer Sprachmodelle (LLMs) auf urheberrechtlich geschütztem Text keine Urheberrechtsverletzung darstellt – weil zwischen dem Kopieren zum Trainieren und dem Output des Modells eine rechtliche Unterscheidung besteht.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die New York Times hatte OpenAI und Microsoft im späten 2023 verklagt und behauptet, dass Millionen von NYT-Artikeln ohne Genehmigung zum Trainieren von Modellen wie GPT-4 verwendet wurden. Die Zeitung forderte Schadensersatz in Milliardenhöhe und die Vernichtung der trainierten Modelle. Der Fall gilt als Testfall dafür, wie Gerichte künftig mit Urheberrecht und KI-Training umgehen werden.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Kurz &amp; knapp\u003C\u002Fh2>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>DOJ-Position\u003C\u002Fstrong>: Training auf urheberrechtlich geschütztem Material ist Fair Use, weil der Output &quot;oft oder immer&quot; keine substanzielle Ähnlichkeit mit den Originalen aufweist\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Kernargument\u003C\u002Fstrong>: Während des Trainings werden ganze Werke kopiert, aber nie öffentlich gemacht – das unterscheidet sich fundamental vom Endprodukt\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Skalierungsproblem ignoriert\u003C\u002Fstrong>: Die DOJ vergleicht KI-Training mit einem Teenager, der Hemingway abschreibt, um zu lernen – übersieht aber die kommerzielle Massenproduktion\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Widerspruch zur eigenen Regierung\u003C\u002Fstrong>: Das US Copyright Office hatte kurz zuvor in einem Bericht argumentiert, dass KI-Training in dieser Skala und Geschwindigkeit Fair Use übersteigt\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Ch2>Das Argument der Justiz: Lernen vs. Veröffentlichung\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die DOJ nutzt eine interessante Analogie: Joan Didion habe als Teenager Hemingway-Geschichten abgeschrieben, um seine Satzstruktur zu verstehen. Nach dieser Logik hätte sie später, wenn sie eigene Werke veröffentlichte, Haftung riskiert – was absurd wäre. Die Justiz argumentiert, dass man nicht bezahlen sollte, wenn man später auf ein Buch zurückgreift, um etwas Neues zu schreiben.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die zentrale These: Es gibt einen Unterschied zwischen dem internen Trainingsprozess (wo Kopien entstehen, aber nicht veröffentlicht werden) und dem, was das Modell später produziert. Eine pauschale Schadensersatztheorie, die beides gleichsetzt, sei rechtlich falsch.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Das Copyright Office sieht es anders\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Das US Copyright Office hatte in einem Bericht genau das Gegenteil argumentiert. Die Behörde betonte, dass KI mit \u003Cstrong>perfekten Kopien\u003C\u002Fstrong> arbeitet und Inhalte in einer Geschwindigkeit und Skala generiert, die menschliche Kreativität weit übersteigt. Kommerzielle Anwendungen, die mit Originalwerken in bestehenden Märkten konkurrieren, überschreiten das Fair-Use-Privileg.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Besonders pikant: Laut Quelle wurde der Direktor des Copyright Office von der Trump-Administration kurz nach Veröffentlichung des Berichts entlassen. Die DOJ-Einreichung signalisiert nun einen klaren pro-KI-Kurs der neuen Administration.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was das für deutsche Unternehmen bedeutet\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Diese Entwicklung hat Strahlkraft über die USA hinaus. Wenn US-Gerichte Fair Use für KI-Training bestätigen, wird das Druck auf europäische Regulierung aufbauen – auch wenn der EU AI Act und das Urheberrecht hier anders strukturiert sind. Deutsche KI-Unternehmen und Anwender sollten beobachten, wie dieser Fall ausgeht. Gleichzeitig bleibt offen: Wie wird die EU ihre eigene Position zum KI-Training auf geschütztem Material definieren? Die Frage ist nicht nur juristisch, sondern auch wettbewerbspolitisch relevant.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Quellen\u003C\u002Fh2>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fthe-decoder.com\u002Fus-department-of-justice-backs-fair-use-for-ai-training-in-landmark-copyright-case\u002F\">The Decoder\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fthe-decoder.de\u002Fus-justizministerium-stellt-sich-im-ki-urheberrechtsstreit-klar-auf-die-seite-von-fair-use\u002F\">The Decoder (DE)\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Ftechcrunch.com\u002F2026\u002F09\u002F02\u002Fu-s-government-sides-with-openai-on-issue-of-training-llms-on-copyrighted-material\u002F\">TechCrunch\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.heise.de\u002Fnews\u002FUS-Regierung-unterstuetzt-OpenAI-im-Urheberrechtsstreit-mit-New-York-Times-11438988.html\">heise online\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>\u003Cem>Redaktionell verantwortet von \u003Ca href=\"\u002Fautor\u002Fideal-syka\">Ideal Syka\u003C\u002Fa>. Quellen und Arbeitsweise: \u003Ca href=\"\u002Fredaktion\">Redaktion &amp; Methode\u003C\u002Fa>. Hinweise und Korrekturen: \u003Ca href=\"mailto:ai@i6eal.de\">ai@i6eal.de\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp>\n",1788411984666]