[{"data":1,"prerenderedAt":27},["ShallowReactive",2],{"nr-de-ai-ban-classrooms-harms-student-performance":3},{"slug":4,"title":5,"dek":6,"date":7,"time":8,"publishedAt":9,"updated":10,"updatedAt":10,"dateFmt":11,"updatedFmt":10,"kind":12,"tier":13,"author":14,"authorName":15,"topics":16,"tracker":10,"trackerLabel":10,"headlineStat":21,"image":22,"ogImage":23,"imageAlt":5,"csv":10,"minutes":24,"words":25,"html":26},"ai-ban-classrooms-harms-student-performance","Zweijährige Studie: KI-Verbot in Klassenzimmern schadet der Lernleistung","Eine niederländische Universitätsstudie zeigt: Studierende ohne KI-Zugang schneiden schlechter ab als jene mit strukturierter KI-Nutzung. Der Forscher musste seine eigene Annahme revidieren.","2026-09-13","13:31","2026-09-13T13:31:00+02:00","","13. September 2026","daten","standard","ideal-syka","Ideal Syka",[17,18,19,20],"Bildung & KI","Hochschulforschung","KI-Regulierung","Lernergebnisse","KI-freie Gruppe schnitt beide Jahre am schlechtesten ab","\u002Fnewsroom\u002Fimg\u002Fai-ban-classrooms-harms-student-performance.webp","\u002Fog-nr\u002Fai-ban-classrooms-harms-student-performance.de.png",3,611,"\u003Cp>Ein Rechtsprofessor der Vrije Universiteit Amsterdam hat zwei Jahre lang untersucht, wie sich ein KI-Verbot, ungelenkte KI-Nutzung und strukturiertes Training auf die Leistung von Studierenden auswirken – mit überraschendem Ergebnis: Die Gruppe ohne KI-Zugang schnitt beide Jahre schlechter ab. Der Forscher Thibault Schrepel räumt ein: &quot;Ich lag falsch.&quot; Er hatte angenommen, dass KI ohne Anleitung mehr schaden als nutzen würde.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Kurz &amp; knapp\u003C\u002Fh2>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Cstrong>66 Studierende\u003C\u002Fstrong> (2024) und \u003Cstrong>164 Teilnehmer\u003C\u002Fstrong> (2025) wurden in drei Gruppen aufgeteilt\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Gruppe ohne KI schnitt beide Jahre am schlechtesten ab\u003C\u002Fstrong> – trotz tieferer Diskussionen untereinander\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Strukturierte KI-Schulung\u003C\u002Fstrong> führte 2024 zu deutlich besseren Ergebnissen, dieser Vorsprung schrumpfte 2025 fast auf null\u003C\u002Fli>\n\u003Cli>\u003Cstrong>Ungelenkte KI-Nutzung\u003C\u002Fstrong> überraschte positiv: Studierende lernten durch Eigennutzung, KI-Schwächen zu erkennen\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Ch2>Das Experiment: Drei Wege, ein Problem\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Schrepel teilte Studierende seines Kurses &quot;Law of AI&quot; zufällig in drei Gruppen auf. Die Aufgabe war identisch: In Teams von vier bis fünf Personen hatten sie 20 Minuten Zeit, eine Bestimmung des EU AI Act zu verbessern. Bewertet wurden Substanz, Klarheit, Verhältnismäßigkeit und Innovation.\u003C\u002Fp>\n\u003Cdiv class=\"tbl-scroll\">\u003Ctable>\n\u003Cthead>\n\u003Ctr>\n\u003Cth>Gruppe\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Bedingung\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Ergebnis 2024\u003C\u002Fth>\n\u003Cth>Ergebnis 2025\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody>\u003Ctr>\n\u003Ctd>1\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Kein ChatGPT\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Schwächste\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Schwächste\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>2\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>ChatGPT, keine Anleitung\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Mittelmäßig\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Mittelmäßig\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr>\n\u003Ctd>3\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>ChatGPT + Schulung\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Beste\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd>Ähnlich wie Gruppe 2\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\u003C\u002Ftable>\u003C\u002Fdiv>\n\u003Cp>Die erste Gruppe durfte ChatGPT nicht nutzen. Die zweite erhielt KI-generierte Revisionsvorschläge direkt im Text, ohne Anleitung. Die dritte Gruppe bekam praktisches Training in Legal Prompt Engineering und lernte, KI-Vorschläge auf Konsistenz und Genauigkeit zu überprüfen. Alle Studierenden schrieben dieselben Prüfungen: einen Multiple-Choice-Test und eine Take-Home-Klausur.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Warum die KI-freie Gruppe zurückfiel\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Ohne KI-Zugang machten Studierende vor allem kleine Umformulierungen und Klarstellungen. Nur wenige Untergruppen versuchten substantielle rechtliche Verbesserungen. Nach zehn bis 15 Minuten trockneten viele Gruppen aus – ein Phänomen, das Schrepel \u003Cstrong>&quot;Ideenerschöpfung&quot;\u003C\u002Fstrong> nennt. Zwar führte das KI-Verbot zu tieferen Diskussionen, reichte aber nicht aus, um die Qualität der Arbeit zu halten.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Die zweite Gruppe hingegen akzeptierte KI-Vorschläge oft kritiklos. Studierende ersetzten Begriffe wie &quot;shall&quot; und &quot;individual&quot; durch KI-Alternativen, ohne die rechtlichen Implikationen zu verstehen. Jede Untergruppe behielt mindestens einen irreführenden oder rechtlich irrelevanten Begriff aus ChatGPTs Output.\u003C\u002Fp>\n\u003Cblockquote>\n\u003Cp>&quot;Ich war falsch. Er hatte angenommen, dass KI ohne Anleitung mehr Schaden als Nutzen würde.&quot; – Thibault Schrepel über seine ursprüngliche Hypothese\u003C\u002Fp>\n\u003C\u002Fblockquote>\n\u003Cp>Nur die trainierte dritte Gruppe führte echte Debatten mit der KI, testete verschiedene Formulierungen und hinterfragte die substantiellen Fragen hinter der Aufgabe.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Der Trainingsvorsprung schmilzt dahin\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>2024 erzielte die trainierte Gruppe deutlich bessere Ergebnisse als die anderen beiden – besonders in der anspruchsvolleren Take-Home-Klausur. Ein Jahr später war dieser Vorsprung fast verschwunden. Alle drei Gruppen erreichten 2025 ähnliche Leistungsniveaus.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Schrepel führt das auf wachsende Chatbot-Vertrautheit zurück. Viele Studierende nutzen diese Tools bereits im Alltag, weshalb formales Training 2025 weniger Zusatznutzen brachte als 2024. Allerdings bleiben ethische Nutzung und rechtliche Verantwortung wichtige Unterrichtsthemen.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp>Ein Befund blieb konstant: \u003Cstrong>Die KI-freie Gruppe schnitt beide Jahre am schlechtesten ab.\u003C\u002Fstrong> Schrepel schlussfolgert, dass KI-Verbote schlechtere Durchschnittsergebnisse produzieren als KI-Zugang – ob der Vorteil aus strukturiertem Training oder bloßer praktischer Erfahrung kommt, bleibt offen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was das für Schulen und Unternehmen bedeutet\u003C\u002Fh2>\n\u003Cp>Die Studie liefert Evidenz für eine Debatte, die in deutschen Schulen und Hochschulen intensiv geführt wird: Sollten KI-Tools verboten oder reguliert werden? Schrepels Befund deutet darauf hin, dass pauschale Verbote kontraproduktiv sind. Stattdessen könnte strukturierte Anleitung – wie man KI kritisch nutzt, ihre Grenzen erkennt und Ergebnisse überprüft – der Schlüssel sein. Für Unternehmen im Mittelstand bedeutet das: Mitarbeitende, die KI-Tools ohne Schulung nutzen, könnten Qualitätsprobleme produzieren. Gezielte Fortbildung könnte dieses Risiko senken.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Quellen\u003C\u002Fh2>\n\u003Cul>\n\u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fthe-decoder.com\u002Ftwo-year-university-study-finds-banning-ai-from-classrooms-leaves-students-worse-off\u002F\">The Decoder\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n\u003Cp>\u003Cem>Redaktionell verantwortet von \u003Ca href=\"\u002Fautor\u002Fideal-syka\">Ideal Syka\u003C\u002Fa>. Quellen und Arbeitsweise: \u003Ca href=\"\u002Fredaktion\">Redaktion &amp; Methode\u003C\u002Fa>. Hinweise und Korrekturen: \u003Ca href=\"mailto:ai@i6eal.de\">ai@i6eal.de\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp>\n",1789299273479]